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CDU Malsch prägt seit 60 Jahren das Gemeindeleben mit


Bei den Feierlichkeiten zum 60jährigen Bestehen des Ortsverbandes wurden treue Mitglieder geehrt - Festrede von Innenminister Heribert Rech.

Vergangenen Samstagabend feierte der CDU-Gemeindeverband Malsch in der ausverkauften Letzenberghalle mit einem Fest der Superlative seinen 60. Geburtstag. Schon die romantischen Kerzenlichter links und rechts auf dem Weg zur Letzenberghalle waren eine Wucht. Traudl Six und ihr Helferteam hatten die ansonsten „nüchterne" Letzenberghalle in einen Festsaal mit Pep und Pfiff verwandelt. Eine Wucht waren auch die liebevoll dekorierten Tische und der Bühnenhintergrund. Dieser zeigte den Wein- und Wallfahrtsort mit Blick vom Letzenberg. Dass inmitten des Bildes die alte ehrwürdige Pfarrkirche einen majestätischen Anblick bot, inspirierte später Pfarrer Erich Egner-Walter zu eigenen Betrachtungen. Das tolle Bühnenbild und die künstlerisch wertvoll gestalteten Einladungen wurden von dem zweiten Vorsitzenden Uwe Schnieders geschaffen. Durch das weit bis nach Mitternacht dauernde Festprogramm führte in gekonnter Manier der Malscher CDU-Pressebeauftragte Robert Krippl. Den Festabend eröffnete der in der Region und weit darüber hinaus bekannte Organist, Pianist und Chorleiter Werner Planck am E-Piano mit einer Intrada, welche aus seiner Feder stammte. Locker, leicht und beschwingt schwebten die Klaviertöne durch die Halle. Der Malscher CDU-Chef Helmut Hirzmann durfte neben der anwesenden Politprominenz aus Kommunen (Bürgermeister Werner Knopf und Theo Sauer), Land (Innenminister Heribert Rech) und Bund (Staatsminister a.D. und Bundestagsabgeordneter Bernd Schmidbauer) auch viele Delegationen aus den umliegenden CDU-Gemeindeverbänden begrüßen. Ganz besonders freute er sich über die Anwesenheit der ehemaligen EU-Abgeordneten Diemuth Theato, die in Malsch immer ein gerne gesehener Gast war und ist. Die Geistlichkeit war durch die beiden Pfarrer Erich Egner-Walter und Hans-Georg Schmitz vertreten. Unter den Ehrengästen befanden sich auch Ehrenbürger Alois Spieler sowie der CDU-Ehrenvorsitzende Leo Spieler. Als Helmut Hirzmann dann einen Brief von Altbundeskanzler Dr. Helmut Kohl vorlas, in dem dieser bedauerte, dass er aus terminlichen Gründen nicht zur CDU-Geburtstagfeier nach Malsch kommen konnte, dem Geburtstagskind aber die besten Glück- und Segenswünsche sowie für die Zukunft ein herzliches „Glück auf' übermittelte, dachten etliche im Saal an einen Scherz. Doch der Brief stammte tatsächlich von Helmut Kohl. Bürgermeister Werner Knopf stellte in seinem Grußwort heraus, dass es eine Verpflichtung gewesen sei, auf dem bisher Erreichten weiter aufzubauen. Dass die CDU Malsch eine erfolgreiche Politik gemacht habe und mache, zeige sich an der vorbildlichen Infrastruktur. „Mögen auch die kommenden Jahre geprägt sein von der Tatkraft, von dem Verantwortungsbewusstsein und von dem Engagement, welches die Gründungsväter der Christlich Demokratischen Union vor 60 Jahren aufgebracht haben", so das Ortsoberhaupt in seinen Schlussworten. Pfarrer Erich Egner-Walter sprach auch namens seines Amtsbruders Hans-Georg Schmitz. Er freute sich, dass auf dem Bühnenbild und den Einladungen die Malscher Pfarrkirche im Mittelpunkt steht. Was dann folgte, hebt sich von den üblichen Geburtstagsfeiern wohltuend ab. Mittlerweile hatten Metzgermeister Willi Becker und sein Team den ersten Gang eines Festmenüs der Extraklasse aufgetischt und die Geburtstagsgäste sangen unter der Anleitung von Pfarrer Erich Egner-Walter gemeinsam den Tischgebetskanon „Segne Vater diese Gaben". Gemeinsam mit Innenminister Heribert Rech und dem Bundestagsabgeordneten Bernd Schmidbauer ehrte Uwe Schnieders verdiente Mitglieder, die dem CDU-Gemeindeverband Malsch schon seit vielen Jahren die Treue halten. Edeltraud Six, Werner Kessler, Martin Becker und Johannes Schöbinger wurden für 20-jährige Verbundenheit mit der CDU Deutschland geehrt Auf 30 Jahre brachten es Lieselotte Bös, Heinrich Bender, Walter Kenz, Bernhard Menges, Herbert Schustek und Leo Spieler. Ehrenbürger Alois Spieler hält der CDU schon seit 40 Jahren die Treue und erhielt dafür neben Urkunde und Ehrennadel einen Sonderbeifall. Den Vogel des Ehrungsreigens aber schossen Erwin Erhard und Richard Heinzmann ab, die schon seit 50 Jahren der CDU angehören. Für diese tolle Leistung wurden die beiden nicht nur mit Urkunden und Ehrennadeln ausgezeichnet, sondern auf einstimmigen Beschluss der Vorstandschaft zu Ehrenmitgliedern der Malscher CDU ernannt. Dann setzte der MGV „Frohsinn" Malsch unter der Leitung von Manfred Böhringer und am E-Piano begleitet von Werner Planck musikalische Glanzlichter. Bei der bekannten Komposition „Funiculi, Funicula" bewiesen Günter Becker, Edmund Heinzmann und Philipp Fleckenstein ihr Können als Solisten. Mühelos sprang der Funke auf das Publikum über. Als der Chor mit Begleitung von Werner Planck dann noch die slowenische Volksweise „Marina" zum Besten gab, wollte der Beifall kaum mehr enden. Jeder CDU-Gemeindeverband hat seine eigene Geschichte. Walter Kenz ließ in einem spannenden 20-minütigen Vortrag die 60 Jahre der Malscher CDU Revue passieren. Unterstützt wurde er dabei von Bernd Kolmer, der auf einer großen Leinwand den Vortrag von Walter Kenz mit Daten, Fakten und Bildern unterstützte. Dieser blendete auf den 16. Dezember 1945 zurück, als im Saal des Gasthauses „Zur Rose" die Christlich-Soziale Union aus der Taufe gehoben wurde. Zuvor jedoch musste auf Geheiß der Militärregierung ein achtseitiger Fragebogen mit 130 Einzelfragen ausgefüllt werden. Zum ersten Vorsitzenden wählte die Gründungsversammlung Peter Bender. Stellvertreter wurde der spätere Bürgermeister Josef Bös. Das Amt des Schriftführers hatte Charlotte Stolz inne und das Amt des Rechners übernahm Franz Erhard. Zum Beirat wählte man Wilhelm Bös. Bei den ersten demokratischen Gemeinderatswahlen nach dem z. Weltkrieg wurden am 27. Januar 1946 ausschließlich Räte aus den Reihen der CDU gewählt. Am 31. März 1946 wurde das Gründungsmitglied Josef Bös zum Bürgermeister gewählt. Die Leitung des CDU-Ortsverbandes lag von 1953 bis 1955 in den Händen von Ludwig Erhard, 1958 und 1959 bei Alois Krippl und von 1959 bis 1965 bei Richard Heinzmann. Sie setzten die Arbeit ihres Vorgängers Peter Bender zielstrebig fort. Im Jahre 1965 fand ein Generationswechsel statt. Nikolaus Bös wurde zum Vorsitzenden der CDU Malsch gewählt. Für den Gemeindeverband begann eine Phase intensiver Uberzeugungs- und Öffentlichkeitsarbeit. Ebenfalls 1965 wurde Dionys Wipfler zum Bürgermeister gewählt und versah dieses Amt bis 1985. Im selben Jahr wurde Werner Knopf zum Bürgermeister der Gemeinde Malsch gewählt. Zwei Jahre zuvor übernahm Leo Spieler den Vorsitz der CDU. Als dieser im Jahre 2000 sein Amt niederlegte, wählten ihn die Mitglieder zum Ehrenvorsitzenden. Nachfolger von Leo Spieler wurde Helmut Hirzmann. Kenz: „In den vergangenen 60 Jahren kamen nicht nur die Bürgermeister, sondern auch die Bürgermeister-Stellvertreter aus den Reihen der CDU". Ganz klar, dass Walter Kenz für seinen informativen und kurzweiligen Rückblick mit viel Applaus bedacht wurde. Eine gesangliche Visitenkarte vom Feinsten gab auch der katholische Kirchenchor Malsch unter der Leitung von Gabi Grögor ab. Begleitet am E-Piano von Roswitha Maier sang der stimmlich bestens prädestinierte Chor unter anderem auch die weltberühmte Komposition „Lobt den Herrn der Welt." Dann hatte Festredner Heribert Rech das Wort. Trotz Grippe, Husten und Heiserkeit ließ es sich der baden-württembergische Innenminister nicht nehmen, zur Geburtstagsfeier der CDU nach Malsch zu kommen. Zunächst gab es für den MGV „Frohsinn" und den Kirchenchor aus berufenem Munde Worte des Lobes und der Anerkennung. Dann blickte Heribert Rech zurück in die Zeit des Wiederaufbaus nach dem Krieg, als die CDU als Volkspartei einen neuen Typ von Partei geprägt habe. Aus den Erfahrungen der Hitler-Diktatur heraus galt es, christliche Grundwerte zur Richtschnur der Politik werden zu lassen. Mit Konrad Adenauer und seiner Westorientierung gewann man Ansehen in der Welt, mit der freien Marktwirtschaft unter Ludwig Erhard ging es aufwärts und die CDU sei es gewesen, die ständig an der staatlichen Einheit festgehalten habe. Die CDU sei nicht immer einen einfachen Weg gegangen. So gelte es auch heute, nach dem schwierigen Ergebnis der Bundestagswahl, mit dem Koalitionspartner SPD neue Weichen zu stellen. Eine Lanze brach der Politiker für das Ehrenamt, das dem Staat Milliarden spart. Ein weiteres Lob galt der Bundeswehr, die wegen ihrer Friedenseinsätze im Ausland großes Ansehen genieße. Zurzeit bewegt den Innenminister die Frage, ob mehr Bürgerbeteiligung notwendig ist. „Wir müssen die kommunale Selbstverwaltung mit Bürgermeister und Gemeinderat weiter stärken und dem Bürger das Gefühl geben, dass er vor Ort gut aufgehoben ist", so Heribert Rech unter dem Beifall der Gäste. Mit den Worten "Die CDU Malsch hat eine stolze Vergangenheit, ich wünsche ihr eine stolze Zukunft!" beendete der Politiker seine eindrucksvolle Festrede. Dann durften sich die Geburtstagsgäste mit dem Kabarettist, Imitator, Parodist und Schauspieler Heinz Meller köstlich amüsieren. Seine perfekten Stimmen-Imitationen von Politiker-Persönlichkeiten wie Kohl, Blüm, Genscher, Schröder, Stoiber, Fischer sowie den Legenden Willy Brandt und Franz-Josef Strauß gehörten zu den absoluten Highlights in der Letzenberghalle. Aber auch Schauspieler wie Hans Moser, Theo Lingen, Rudi Carell, Heinz Erhardt und, und, und kamen in Malsch zu Wort. Humorvolle Mimik und Gestik sowie ein brillantes Feuerwerk an Witz und Geist machten Mellers Auftritt zu einem besonderen Erlebnis. Dass auch die Malschenberger von dem Entertainer ihr Fett weg bekamen, ließ sich einfach nicht vermeiden. Meller: „Ich habe Malschenberger Blut." Wo? Vorne an meiner Stoßstange.

Das Dankeswort am Schluss sprach Robert Krippl. Er dankte den vielen Sponsoren, die mit ihren Geldspenden dazu beitrugen, die gelungene und harmonische Geburtstagsfeier zu veranstalten. Sein Dank galt auch allen, die zum Gelingen des Festabends beigetragen haben. Die Organisation lag in den bewährten Händen des Ehepaares Heide und Helmut Hirzmann sowie Uwe Schnieders. Das Küchen- und Bedienungspersonal setzte sich aus der Jungen Union und der Pfarrjugend zusammen.
Konrad Becker war für die Technik zuständig. Die wunderbare Dekoration stammte von Traudl Six und ihrer Mannschaft. Marion Förderer sorgte dafür, dass das Servieren und Abräumen des Geschirrs durch die Junge Union und Pfarrjugend schnell und völlig problemlos von statten ging. Ein herzliches Dankeschön ging auch an die Sägerinnen und Sänger des MGV „Frohsinn" und des Kirchenchores mit ihren Dirigenten und den beiden Pianisten Werner Planck und Roswitha Maier. Die Weingüter Herbert Becker und Rüdiger Bös trugen mit ihren köstlichen Tropfen zu dem guten Gelingen des Festes und natürlich auch zu der guten Stimmung in der Letzenberghalle bei. Mit dem gemeinsam gesungenen Lied der Deutschen, begleitet am E-Piano von Werner Planck, fand eine grandiose und unvergessliche Geburtstagsfeier ihren würdigen Abschluss.

Reinhold Stegmeier