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Schon wenige Monate nach dem Kriegsende fanden sich einige Männer und Frauen bereit, in der von der Militärregierung am 12. Dezember 1945 genehmigten Christlichen Sozialen Union mitzuarbeiten. Die Gründungs-versammlung des Malscher Ortsverbandes fand am 16. Dezember 1945 statt. 17 Personen erklärten ihre Mitgliedschaft und billigten die von der Christlich-Sozialen-Union Stadt- und Landkreis Heidelberg aufgestellten Richtlinien und Satzungen. Diese basierten auf 5 Grundgedanken: Christentum - Demokratie - Rechtsstaat - Sozialstaat - Weltfrieden.

Am 4. Januar 1946 wurde die Ortsgruppe Malsch von der Militärregierung genehmigt und anerkannt. Mit Schreiben vom 6.2. 1946 teilte der Kreisverband mit, dass "ab sofort der Namen unserer Partei in Christlich-Demokratische Union umzubenennen ist." Bei der Versammlung der Vertreter der Union aus allen 4 Besatzungszonen in Godesberg hat man sich auf diesen Namen in ganz Deutschland geeinigt.

Die Mitgliederzahl des Ortsverbandes wuchs schnell an. So waren es Ende 1946 bereits 60, darunter 13 Frauen. Die erste freie Gemeinderatswahl nach dem 2. Weltkrieg am 27. Juni 1946 war ein großer Erfolg für den CDU-Ortsverband. Die 6 gewählten Gemeinderäte gehörten der noch jungen Partei an. Von Anfang an bemühte sich der Ortsverband, die Neubürger (Heimatvertriebenen) in die politische Arbeit zu integrieren. So standen auf der Vorschlagsliste für die Wahlen am 7. Dezember 1947 drei Vertreter dieser Gruppe, die auch dann in den Gemeinderat gewählt wurden. Auch die Jungbürger bezog man rechtzeitig in die Kommunalpolitik mit ein. 1953 trat die Jungen Union mit einer eigenen Liste zur Wahl an.

Bis heute ist es der CDU gelungen, in 16 Gemeinderatswahlen immer wieder das Vertrauen der Mehrheit der Wähler/innen zu gewinnen. Die Arbeit im Rat, d.h. die Förderung des Wohls der Gemeinde und ihrer Einwohner, stand dann auch 60 Jahre lang im Mittelpunkt des politischen Wirkens der örtlichen CDU. Eine Gemeindepolitik mit Maß und Ziel, die berechenbar, glaubwürdig, sachkundig und geradlinig ist, war immer die Richtschnur des kommunalpolitischen Handelns.

Peter Bender wurde auf der Gründungsversammlung 1945 zum 1. Vorsitzenden der Malscher CDU gewählt und blieb es bis zum Jahre 1953 und von 1955 bis 1958. Als Gemeinderat und Bürgermeisterstellvertreter arbeitete er an der Aufgabe mit für mehr als 350 Heimatvertriebene, die von März bis Oktober 1946 der Gemeinde zugewiesen wurden, Wohnraum zu beschaffen. Angesichts der unzureichenden Wohnungs- und Versorgungslage keine leichte Aufgabe.

Am 31. März 1946 wurde Landwirt Josef Bös III, ebenfalls Gründungsmitglied der CDU, zum Bürgermeister gewählt.Gemeinsam mit der Verwaltung und dem Gemeinderat begann er die schwierige Aufbauarbeit. Neben der Beseitigung der akuten Wohnungsnot galt die Sorge der Verbesserung der Versorgung mit Grundnahrungsmitteln und Kleidung. Nach der Währungsreform am 20. Juni 1948 besserte sich die Situation spürbar. Die Schaffung von Bauland durch die Gemeinde, der Bau der Wasserleitung zusammen mit den Nachbargemeinden im Jahre 1952, die Ortskanalisation, der Ausbau der Ortsstraßen, verschiedene Rebflurbereinigungen, die Grundlage für wachsenden Wohlstand waren, und schließlich der Schulhausneubau 1962 - 1964 waren die wichtigsten Stationen dieser Aufbauphase nach dem Kriege. Sie sind die sichtbaren Marksteine der Kommunalpolitik während der 20 jährigen Amtszeit von Josef Bös.

Die Leitung des CDU-Ortsverbandes lag von 1953 - 1955 in den Händen von Ludwig Erhard , 1958/59 bei Alois Krippl und von 1959 - 1965 bei Richard Heinzmann. Sie setzten die Arbeit ihres Vorgängers Peter Bender zielstrebig fort.

Im Jahre 1965 fand ein Generations-
wechsel statt. Nikolaus Bös wurde zum Vorsitzenden der CDU und Dionys Wipfler zum Bürgermeister gewählt. Für den Gemeindeverband begann eine Phase intensiver Überzeugungs- und Öffentlichkeitsarbeit.

Auch die Junge Union wurde nun wieder verstärkt in das politische Geschehen miteinbezogen. Nach der Großen Koalition zwischen CDU und SPD in Bonn, mußten sich die Christdemokraten ab 1969 an die Oppostionsrolle gewöhnen. Für die Verantwortlichen der Malscher CDU galt es nun, die Mitglieder und Wähler zu mobilisieren, Wahlkämpfe für Kommunal- , aber auch Landtags- und Bundestagswahlen zu bestreiten. Die Arbeit hat sich ausgezahlt und gelohnt. Auf allen politischen Ebenen kam die CDU in Malsch zu überdurchschnittlichen Ergebnissen. Die Bürgerinnen und Bürger haben die solide, bürgernahe und kontinuierliche Arbeit der CDU honoriert.
In der Gemeinde wurde das Begonnene beharrlich, mit viel Geschick und Sachkenntnis fortgesetzt. Stellvertretend für die vielen Aktionen in der Zeit von 1965 bis 1985 seien erwähnt: Der Umbau des alten Schulhauses zum Rathaus, der Bau der Friedhofshalle, das Feuerwehrgerätehaus (Friedhofstraße) sowie die Erschließung von über 300 Bauplätzen und die Schaffung eines Gewerbegebietes im Bereich Rot-Malsch. Mit der Letzenberghalle und der Reblandhalle - einschließlich Kegelbahnen - stehen der Einwohnerschaft und den Vereinen repräsentative Freizeiteinrichtungen für die Ausübung von sportlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Interessen zur Verfügung.

An all diesen Entscheidungen hat die CDU über ihre Vertreter im Gemeinderat maßgeblich mitgewirkt. Sie haben zur Aufwärtsentwicklung der Gemeinde entscheidend beigetragen und standen als Mehrheitsfraktion immer in der Verantwortung.

Im Jahre 1983 wählte die Generalversammlung Leo Spieler zum neuen Vorsitzenden. Seit 12 Jahren führt er nun den CDU-Gemeindeverband Malsch, hält Kontakt zu den Abgeordneten, organisiert Sprechstunden für ratsuchende Bürger, bietet Veranstaltungen zu politischen Sachfragen an, ist der Motor bei Ausflügen, Festen und Besichtigungen und hält die gegenwärtig 50 Mitglieder zusammen. Ihm gelang es auch, politische Prominenz nach Malsch zu holen. Für seine 20 jährige Tätigkeit als Gemeinderat wurde er mit der silbernen Ehrennadel des Gemeindetages ausgezeichnet.

Walter Kenz ist seit 1975 als 2. Vorsitzender tätig und seit 1983 ist er der Sprecher der Gemeinderatsfraktion.

In den vergangenen 50 Jahren kamen auch die Bürgermeister-Stellvertreter aus den Reihen der CDU: Peter Bender, Alois Spieler,Friedrich Schell, Nikolaus Bös und Robert Krippl.

Im Jahre 1980 wurde mit Magda Stegmaier erstmals eine Frau in den Gemeinderat gewählt.
Am 1. Februar 1986 trat Werner Knopf sein Amt als Bürgermeister an. Mit viel Schwung und Tatkraft nahm er seine Arbeit auf, und viele Projekte wurden in Angriff genommen: Renovierungen an der Schule, Erschließung neuer Baugebiete (Klipfel, Wolfsheck), Friedhofserweiterung, Sanierung des Zehntkellers, Bau der Zehntscheuer, Ausbau der Sportanlagen, Neubau des Feuerwehrhauses und die Umgestaltung des Kindergartens. Mit vielen kulturellen Veranstaltungen wurde das gesellschaftliche Leben weiter belebt und verstärkt.

Malsch stellt sich heute als ein lebensfähiges Gemeinwesen dar, als "Dorf mit Herz", in dem es sich leben läßt. An dieser Entwicklung hat die CDU verantwortungsbewußt mitgearbeitet, denn seit 60 Jahren ist sie im Ort die politisch prägende Kraft. Sie darf stolz auf das Erreichte sein.

Die Aufgaben einer politischen Partei sind vielfältig, entsprechend groß ist der erforderliche Zeitaufwand für die Verantwortlichen. Bleibt zu hoffen, dass auch in Zukunft der Einsatz Früchte trägt und die Arbeit von der Bevölkerung anerkannt und mitgetragen wird.Vielleicht erkennt die nachwachsende Generation beim Rückblick auf das Vergangene, daß es sich lohnt, sich für seine Gemeinde einzusetzen und dass politische Parteien für die Willensbildung in einer freiheitlich demokratischen Gesellschaftsordnung unverzichtbar sind.