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Malscher CDU liefert Korken in Kork ab

Korken für Kork - die ökologische und soziale Aktion ! Abordnung der Malscher CDU besuchte das Epilepsiezentrum. Eindrücke von einem Besuch.
In der großen, luftigen Lagerhalle türmen sich die Säcke mit Flaschenkorken . Ein leichter Duft nach Wein und ein typischer Korkgeruch prägen den Raum. „Als wir anfingen, hatten wir keine Ahnung, was auf uns zukommt“, lächelte Herr Prinz mit Blick auf den Korkenberg.
Mit drei Zielsetzungen wurde die Aktion "Korken für Kork" 1991 gestartet:

Menschen zu einer kontinuierlichen Beziehung zur "Diakonie Kork" zu bringen.
Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderungen zu schaffen und zu sichern.
Einen Beitrag zur Müllvermeidung und Müllverwertung zu leisten.

Die Resonanz auf diese Sammelaktion war sehr gut. Das Sammelaufkommen stieg bis 2005 kontinuierlich auf bis zu 3.500 Kubikmeter/Jahr. Wegen der Verwendung von Kunststoffstopfen und Schraubverschlüssen ist ein Rückgang auf rund 1800 Kubikmeter Korken jährlich zu verzeichnen. Dies entspricht über 70 Millionen Flaschenkorken.
Die Malscher CDU führt seit 1992 die Korkensammlung durch. Über 200 kg konnten dieses Mal aus dem „Sprinter“ der Gärtnerei Beichel entladen und abgeliefert werden.
Was passiert mit den vielen Korken?
In der Halle herrscht ein geschäftiges Treiben. Junge Männer schütten die Korken aus den Säcken auf ein Förderband. Dort arbeiten Frauen und Männer mit verschiedenen Behinderungen an der Sortiermaschine und sortieren nach. Einige tragen spezielle Helme, um Kopf und Gesicht bei eventuellen epileptischen Anfällen am Arbeitsplatz zu schützen. Von Hand entfernen sie Fremdstoffe wie Papierfetzen, Sektbügel und Bierverschlüsse. Nur Flaschenkorken und naturbelassene Korkreste werden zur Hausmarke „Recy-Kork“ Dämmstoffgranulat verarbeitet. Das fertige Produkt wird in 100-Liter-Säcke verpackt, bereit für den Einsatz als lose Schüttung zur Isolierung von Wänden, Decken und Böden. Das Material eignet sich sowohl für Neubauten als auch bei der Altbausanierung. Die wachsende Nachfrage nach diesen Baustoffen beschert den Korkprodukten der Behindertenwerkstatt eine sichere Abnahme und sorgt für die Erhaltung der Arbeitsplätze im Epilepsiezentrum.
Das Konzept findet wegen seiner Verknüpfung von ökologischen und sozialen Aspekten großen Anklang. „Bei uns kommt der Mensch hinzu. Wir schaffen Arbeitsplätze für Behinderte“, stellt Herr Prinz fest, der eine Ausbildung als Heilerziehungspfleger hat. Bisher hat die Aktion Arbeitsplätze für 12 Menschen mit Behinderungen gesichert. Die Korkverarbeitung ist die jüngste Abteilung in der Werkstatt, in der insgesamt 300 Behinderte in verschiedenen Bereichen wie der Papier-, Metall- und Textilverarbeitung tätig sind.
Uwe und Beatrix Schnieders, Traudl und Manfred Six, Markus Hill, Helmut und Heide Hirzmann, Bernd und Heike Keiler, Robert und Ursula Krippl waren von der Führung durch die Werkstätten sehr beeindruckt. Sie versprachen, dass die Malscher CDU auch weiterhin Korken für Kork sammeln wird und überreichten den Beschäftigten kleine Präsente.
Liebe Korksammlerinnen und -sammler, Sie sehen, dass man hier mit kleinen Aktionen viel zum Gelingen und Fortbestand einer sinnvollen Einrichtung beitragen kann. Helfen Sie bitte weiter mit und sammeln Sie fleißig Korken für Kork – keine Kunstkorken.
Bei allen, die bisher die Sammelaktion unterstützt haben, möchte sich die Malscher CDU auf diesem Wege herzlich bedanken.
"Korken für Kork" ist heute ein erfolgreiches soziales und zugleich ökologisches Projekt.
Robert Krippl

Bilder vom Besuch 2012